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Die Cascina Pezzolo ist ein Beispiel für Bauernhöfe mit geschlossenem Innenhof. Die Bauernhäuser, Ställe, Getreidespeicher und sonstigen Gebäude wurden als geschützter, geschlossener Vierkanthofs ausgelegt, dessen Innenhof über Tore erreichbar ist und in dessen Mitte sich die Tennen befinden. Diese Art Bauernhof geht auf das 15. Jahrhundert zurück, als man mittels Bewässerungswiesen auch im Winter Viehfutter erhielt. Dies ermöglichte die Tierhaltung und darauf die Käseherstellung aus der erzeugten Milch. Bewässerungswiesen sind eine Erfindung der Zisterziensermönche, die aus der Verwendung von Quellwasser besteht, das mit konstant 12°C durch ein komplexes Kanalsystem und über Gefälle auf die Wiesen fließt und somit im Winter die Gefrierung des Bodens verhindert. Diese Technik fördert das Wachstum von Gras, das als Futter für das Rind im Winter verwendet wird. Das Wasser, das von der Etsch über den Muzza-Kanal an die Cascina Pezzolo abgeleitet wird, wurde von den Lodigianer Bewohnern um 1230 erbaut. Von diesem Kanal erreicht das Wasser über zwei Bewässerungskanäle – Camola und Gavazza – die Cascina Pezzolo. Nachdem das Wasser die Felder bewässert hat, fließt es in einem venen- und arterienartigen System in den Abflusskanal Sillaro und von dort in den Fluß Lambro, der schließlich im Po mündet. Die Cascina Pezzolo hat sich im Laufe der Jahrhunderte in dieses meisterhafte System verwandelt. Aufgrund veränderter Bedürfnisse änderte sich auch die Bebauung, folglich haben viele Gebäude ihre ursprüngliche Funktion verloren, weil sie nicht mehr den aktuellen Produktionsanforderungen entsprachen. Demzufolge entstand das Problem hinsichtlich der Bestimmung und Erhaltung dieser Strukturen.
Von fünf Generationen wurde hier Ackerbau und Tierzucht betrieben. Nun haben die Eigentümer beschlossen, eine arbeitsreiche Renovierung durchzuführen, um einen Teil der Bauernhäuser als Agritourismusbetrieb nutzen zu können, denn sie sind fest davon überzeugt, dass nur durch die Rückkehr von Personen und Gästen, das Gehöft wieder zum Leben erweckt werden kann. Bei den Arbeiten wurden die historisch-architektonischen Eigenschaften der Gebäude berücksichtigt, sodass man heute Unterkunft in den Wohnräumen der einstigen Bauern findet, sich im Garten entspannen, entlang den Bewässerungskanälen und Kanälen des lodiganischen Gebiets spazieren gehen und eine vergessene Atmosphäre erleben kann. Obwohl die Cascina Pezzolo mitten im Grünen liegt, ist sie unweit von alten und modernen Verkehrsknotenpunkten. Durch die Nähe zur Mautstelle Lodi der Autobahn A1 sind die Stadt Mailand oder andere Ziele rasch erreichbar und machen somit die Cascina Pezzolo zum idealen Aufenthaltsort für eine Geschäfts- oder Urlaubsreise.