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Die Provinz Lodi (pruincia de Lod im lodigianischen Dialekt) ist eine italienische Provinz in der Lombardei mit 227.655 Einwohnern, deren Provinzhauptstadt Lodi ist. Sie grenzt im Norden an die Provinz Mailand, im Osten an die Provinz Cremona, im Süden an die Emilia-Romagna (Provinz Piacenza) und im Westen an die Provinz Pavia und die Enklave San Colombano al Lambro (MI).
Sie wurde am 6. März 1992 nach der Ausgliederung von 61 Gemeinden aus der Provinz Mailand gegründet. In der Provinz tragen fünf Gemeinden den Titel Stadt: Lodi, Codogno, Casalpusterlengo, Lodi Vecchio und Sant'Angelo Lodigiano.
Das lodigianische Gebiet erstreckt sich über etwa 780 km² und wird fast völlig vom rechten Ufer der Etsch, vom linken Ufer des Lambros und vom linken Ufer des Pos begrenzt. Typische Elemente der Umgebung sind diese natürlichen und künstlichen Wasserläufe sowie eine regelmäßige leicht von Norden nach Südwesten (etwa 1,5 ‰) geneigte Ebene. Die einzige Ausnahme bildet die kleine Erhebung der Hügel von San Colombano al Lambro, deren Spitze auf 144 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Das Gelände ist ein typisches Überschwemmungsgebiet, das allgemein aus Sand oder kalkhaltigem Kiesel bzw. aus ton- und kalkhaltigem Kiesel besteht, der gemeinsam mit einer häufig mit Tonerde gemischten Karbonatkalkschicht die pflanzliche und ackerbare Erdkruste bildet.
Trotz ihres kurzen Bestehens reichen ihre geschichtlichen Ursprünge dieser Provinz, die in einer homogenen, von großen Flüssen begrenzte Ebene liegt, auf mindestens zweitausend Jahre zurück. Die erste juristische Anerkennung stammt aus 89 v. Chr. durch Gneo Pompeo Strabone und 49 v. Chr. durch Julius Cäsar, der den Bewohnern von Laus Pompeia die römische Staatsbürgerschaft gewährte. Das Gebiet war als ager laudensis bekannt.
Die 374 entstandene Diözese Lodi garantiert auch in den unheilvollsten Zeiten den Zusammenhalt des gesamten Gebiets. Im Spätmittelalter wurde anhand umfangreicher Wasserbauarbeiten eine großangelegte Trockenlegung der ausgedehnten Sümpfe im Gebiet unternommen, durch welche das lodiganische Gebiet zu einem der fruchtbarsten Landstücke Europas wurde. In den darauf folgenden Jahrhunderten, im Zeitalter der Gemeinden, wurde dem Gebiet von den verschiedenen Herrschern eine gewisse Verwaltungsfreiheit (Contado Lodi) eingeräumt. Erst unter der österreichischen Herrschaft im 18. Jahrhundert erfolgte die völlige Anerkennung des lodigianischen Gebiets. 1757 wurde das Gebeit von Contado zur Provinz und erhielt nach der Reform von Josef II. seinen offiziellen Namen. Nach den stürmischen napoleonischen Zwischenzeit (mit der einjährigen Gründung des Dipartimento dell'Adda (Departement Etsch) von 1797 und der späteren Angliederung an das Departement Alto Po mit der Hauptstadt Cremona) wurde 1816 die Provinz wiederhergestellt, in die auch das Gebiet Cremas einverleibt wurde und somit zur Provinz Lodi e Crema wurde.


Bilder aus der Provinz Lob