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CASCINA PEZZOLO DE CODAZZI

Der Name Pezzolo wurde zum ersten Mal 972 verwendet, um die Besitzgründe der Mönche von San Pietro im antiken Laus, dem heutigen Lodivecchio, zu bezeichnen. Petiolum bedeutet nämlich „Grundstück“. Es handelt sich dabei um eine alte Ansiedelung, die im 13. Jahrhundert ein Lehn der Adelsfamilie Riccardi war. Am 9. April 1340 belehnte Amizino Di Spino, Bürger von Lodi, lebenslänglich Tommasino Bonomi mit 16 Joch und 7 Ruten großen Ackerländern im Gebiet der Ortschaft Pezzolo De Riccardi und weiteren Gebieten. Dabei nannte er Grenzen und den Gebäudestand, die von einer bereits 1340 verfallenen Burg zeugen, das als Residenz des Lehnherrn diente. Beschrieben wird auch eine Unterkunft, ein befestigter Fortsatz der Burg, das als Depot für Landwirtschaftsprodukte sowie als Unterschlupf für die Bevölkerung bei Gefahr diente. Herr Amizino di Spino verpachtete die Siedlung um die Burgruine an Bonomi und verlieh ihm das Recht, das vorhandene Material der Burg Pezzolo für einen Wiederaufbau (Levamentum) zu nutzen. Am 6. Januar 1366 wurde Pezzolo in einem von Bernabò Visconti unterzeichnetem Dokument genannt, in dem das Krankenhaus San Giacomo an der Porta Vercellina von Mailand zum Empfänger einer Jahrespacht von 150 kaiserliche Lira für die Gründe von Pezolo de Richardi ernannt wurde, auf dem die Burg von Amizino di Spino stand. Darauf finden wir in einer Pergamentrolle aus Mai 1545 die Eigentumsübereignung von Pezzolo da Pietro Codazzi, Lodigianer Presbyter und Päpstlicher Ehrenprälat von Paolo III., an seinen Neffen mit einer Notariatsurkunde aus Rom. 1690 ließ Diego Codazzi, Dekurio von Lodi und Eigentümer von Pezzolo, eine den Heiligen Josef und Rocchus geweihte Kapelle bauen. Die auch heute noch bestehende Kultstätte wurde errichtet, weil die eineinhalb Meilen zwischen Pezzolo und der Pfarrkirche Pieve Fissiraga für die zahlreichen Bewohner des Bauernhauses bei schlechtem Winterwetter nur sehr beschwerlich zurücklegbar waren.